Speedys Filmtagebuch


Speedys Filmtagebuch - Hidalgo - 3000 Meilen zum Ruhm

Hidalgo - 3000 Meilen zum Ruhm

 

Hidalgo - 3000 Meilen zum Ruhm

Gesehen am:
29.08.2004

Gesehen auf:
DVD RC 2

Bild:
Sehr Gut

Ton:
Gut

  Review:
Wir schreiben das Jahr 1890 - Frank T. Hopkins (Viggo Mortensen ) ist Langstreckenreiter und durchquert halb Amerika um wichtige Nachrichten, meist an Kommandeure, zu überbringen. Ständig begleite wird er dabei von seinem treuem Pferd und Freund Hidalgo, einem Mustang aus freier Wildbahn. Hopkins, welcher halb Indianer ist, hat in letzter Zeit allerdings Identitätsprobleme mit sich selbst. Die Kämpfe gegen seine indianischen Stammesvorfahren machen im zu schaffen und er greift immer öfters zur Flasche. Letztendlich landet er zusammen mit seinem Pferd bei Buffalo Bill und versucht sich dort mit mehr oder weniger guten Kunststücken durchzuschlagen.
Seine weiten Ritte mit seinem Ausnahmepferd durch den Wilden Westen haben sich allerdings bis nach Arabien rumgesprochen und so wird er zum legendären 3000 Meilen Rennen "Ocean of Fire" quer durch die Wüsten eingeladen.
Dort angekommen wird er zunächst allerdings nur belächelt, hat der Cowboy aus dem Westen mit seinem Mischlingspferd doch keine Chance gegen die edlen Rösser der Prinzen und Scheichs ...

"Hidalgo" ist ein Film von Joe Johnston (Jurassic Park 3, Jumanji) mit einer relativ einfach gestrickten Abenteuerstory. Die Gut & Böse Fronten sind recht schnell abgesteckt und auch im weiteren Verlauf erwarten den Zuschauer nur wenige Überraschungen. Dafür gibt immer wieder schöne Wüstenlandschaften zu bestaunen und auch die zwar spärlichen, dafür aber gutaussehenden Kulissen können überzeugen. Getrübt wird der schöne Ausblick allerdings ab und an von zu offensichtlichen Trickaufnahmen. Vor allem bei ein paar Nahaufnahmen vom Pferd Hidalgo hatte ich den Eindruck, dass man dieses Kurzerhand vor einen BlueScreen gestellt hat. Kommt die Frage auf warum? Vielleicht hat man nachträglich diese wenigen Szenen noch eingefügt und konnte sie dadurch nur im Studio realisieren. Wirklich schlimm sieht's zwar nicht aus, auffallen tun sie einem aber trotzdem.

Auch wenn das jetzt vielleicht nicht ganz passender Vergleich ist, aber Viggo Mortensen erinnert in seiner Rolle doch sehr an Aragon. Ok, Vergleiche zu dieser Paraderolle von ihm wird er sich noch öfters anhören müssen, aber die Gemeinsamkeiten zu Frank Hopkins sind schon erstaunlich: Haare etwas kürzer, Outfit etwas "westlicher" ... Cowboystiefel an ... fertig ist der wüstenreitende Ex-Waldläufer und amtierende König von Gondor. Dieses mal halt nicht auf Brego sondern auf Hidalgo, aber wem wäre das schon aufgefallen wenn ich es nicht erwähnt hätte?
Gut, bevor ich jetzt zu weit abdrifte zurück zu Hidalgo. Die Rolle von Mortensen erinnert jedenfalls erstaunlich an Aragon und ist des weiteren auch etwas klischeebehaftet, aber was will man bei einem derartigen Abenteuerfilm auch erwarten.
Ich hoffe mich steinigt jetzt keiner wenn ich auch noch nen Vergleich zu "Lawrence von Arabien" anstelle. Dieses "Wüstengereite" hat mich doch stark daran erinnert, auch wenn der Klassiker aus dem Jahre 1962 weitaus komplexere Züge hat. Hidalgo ist da "nur" ein Abenteuerfilm dessen Handlungsstrang sich auch um das durchqueren diverser Wüsten dreht.

Abenteuerfilm mit einfacher Story und schönen Aufnahmen gesucht? Hidalgo ist da genau das Richtige für zwei anspruchslose Stunden Unterhaltung. Durch wenige echte Überraschungen ist der Film allerdings auch nicht sonderlich spannend und bewegt sich dadurch weder über, noch unter dem Durchschnitt.
Meine Wertung: 6 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

Durchschnittliche Userwertung: 5.5 Punkte

 

Kommentare:

BumBum (http://www.BumBum2000.de) hat den Film gesehen und schreibt am 01.09.2004 - 12:55 Uhr:
Mein Kinobesuch ist zwar schon ne Weile her, aber ich habe Hidalgo als guten und kurzweiligen Film in Erinnerung. Natürlich ist die Story nicht weltbewegend, aber das hat man ja auch nicht erwartet. Dafür besticht der Film aber mit schönen Aufnahmen und ist auch ohne tolle Turns oder Spannungspunkte unterhaltend. Viggo Mortensen spielt seine Rolle dabei überraschend gut, auch wenn er doch an seinen Aragon nicht ganz ablegen kann. Aber wenn stört's - mann fühlt sich gut unterhalten und das ist ja wohl die Hauptsache.

Meine Wertung: 7 von 10 Punkte

jane880 hat den Film gesehen und schreibt am 08.09.2004 - 10:00 Uhr:
Hab den Film auf DVD gesehen und bin enttäuscht. Viggo Mortensen hat es sicherlich schwer nach der Aragon-Rolle diese in den nächsten Filmen einfach so abzustriefen, aber was er da abgeliefert hat fand ich echt unterklassig.

Total oberflächlich und wirklich seichte Unterhaltung. Da rettet auch die Schlussszene (Grüße an alle Tierfreunde) nichts mehr. Der Charakter von Frank Hopkins ist so flach wie die Wüste selbst. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich die Landschaftsaufnahmen auch nicht vom Hocker gerissen haben. Fade Unterhaltung ohne jeden Tiefgang ist bei diesem Film angesagt. Bleibt nur zu hoffen, dass Mortensen im nächsten Film nicht weiter abrutscht. Was könnte noch kommen? Die Rolle von Sancho Panza, dem Knappen von Don Quichote, der hat auch ein treus Pferd - oder war es ein Esel...

Meine Wertung: 4 von 10 Punkte

Knuddel hat den Film nicht gesehen und schreibt am 07.10.2004 - 13:41 Uhr:
Yupp...ordentlicher und kurzweiliger Film...allerdings ist der Kinobesuch zu lange her, um genaueres zu loben/kritisieren!

Einfach anschauen!



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