Speedys Filmtagebuch


Speedys Filmtagebuch - House of Sand and Fog

House of Sand and Fog

 

House of Sand and Fog

Gesehen am:
14.09.2004

Gesehen auf:
DVD RC 1

Bild:
Gut

Ton:
Gut

  Review:
Kathy (Jenniffer Connelly aus "A beautiful mind" und "Requiem for a Dream") lebt nachdem sie von ihrem Ehemann verlassen wurde alleine im Haus ihres verstorbenen Vaters. Kontakt zu ihrer Familie hat sich so gut wie keinen und wenn ihre Mutter mal anruft ist sie nicht sonderlich gesprächig. Etwas depressiv in den Tag hineinlebend hat sie keinen Job und schafft es noch nicht mal ihre Post zu öffnen.
Eines Morgen stehen einige Männer vor ihrer Tür und wollen sie aus ihrem Haus werfen. Ihr Anwesen würde nun Zwangsversteigert werden, da sie über Monate ihre Steuern nicht gezahlt hätte. Kathy ist zunächst total perplex und hält alles für einen Irrtum, verlässt aber dann doch wiederwillig ihr Haus und sucht einen Anwalt, zur Klärung der Sachlage, auf.
In der Zwischenzeit hat sich allerdings der Exil-Iraner Massoud Amir Behrani (Ben Kingsley aus "Schindlers Liste" und "Ghandi") das Haus für sich und seine Familie erworben und macht nicht die geringsten Anstalten das es Kathy wieder zurück zu geben.

Die Buchverfilmung "House of Sand an Fog" durch den Regisseurneuling Vadim Perelman ist mit Kingsley und Connelly in den Hauptrollen hervorragend besetzt. Beide Schauspieler liefern eine überdurchschnittlich gute Leistung ab und so verwundet es nicht, dass Ben Kingsley sogar für den Oscar als bester Hauptdarsteller nominiert war.
Jennifer Connelly steht dem in nichts nach und vermag ihre Gefühlslage als verbitterte Frau ohne Zukunftsaussichten mit zunehmenden Alkoholproblemen durchaus auf den Zuschauer zu übertragen. Die Glaubwürdigkeit der Hauptdarsteller ist es, was den Film besonders auszeichnet.
Leider wirkt die Story jedoch etwas zu konstruiert. Der Staat nimmt der Frau ihr Haus vom einen auf den anderen Tag weg und schon wenige Stunden danach ist es an den Iraner verkauft? Auch der Einzug mit seiner Familie findet in Windeseile statt. Trotz, oder grade wegen dieser Eile schafft es der Film nicht den Zuschauer so richtig in seinen Bann zu ziehen. Dafür wirk vieles einfach zu unglaubwürdig.
Die Stimmung und Atmosphäre die der Film ausstahlt, ist über weite Strecken dagegen gut gelungen. Ruhige Aufnahmen und stimmungsvolle Bilder versprühen ihren ganz eigenen Stil. Ein tiefgründiges Konzept dahinter konnte ich allerdings nicht erkennen.
Die musikalische Untermahlung ist bis auf wenige Stellen sehr im Hintergrund gehalten, wenn sie allerdings bewusst eingesetzt wird, dann sehr gut! Die überwiegend langsamen Klänge passen jederzeit sehr gut zu den Aufnahmen und jeweiligen Szenen.

"House of Sand and Fog" ist ein hervorragend besetztes Drama, welches leider in der Story einige Schwächen aufweißt. Diese wirkt teilweise zu konstruiert und auch einige Längen verhindern das der Thriller einen so richtig fesselt.
Meine Wertung: 6 von 10 Punkte
Action
Humor
Spannung
Anspruch

Durchschnittliche Userwertung: 8 Punkte

 

Kommentare:

BumBum (http://www.BumBum2000.de) hat den Film gesehen und schreibt am 18.09.2004 - 18:30 Uhr:
Obwohl der Film - wie Jochen schon schrieb - sehr konstruiert und teilweise auch sehr unrealistisch wirkt, fand ich den irgendwie richtig gut. Vorallem die Leistung von Ben Kingsley fand ich nur der Hammer. Wow. Und auch Connelly spielt einfach klasse. Das wertet den Film doch nochmal sehr auf. Wer den Film also mal in die Finger bekommen sollte - auf jeden Fall mal anschauen, man wird definitiv nicht enttäuscht.

Meine Wertung: 8 von 10 Punkte


Kommentar hinzufügen
Nickname
Anti-Spam (Code ins Eingabefeld übertragen)    
Emailadresse (optional)
Homepage (optional)
Film gesehen/Wertung





© 2004 - 2017 Jochen Moßhammer
www.filmtagebuch.net - Version 2.61
Speedys Filmtagebuch